BroadBand used for everyone

Geht es nach dem Willen des brandenburgischen Wirtschaftministeriums, den Kammern des Landes und einigen Kommunen, dürfte Brandenburg Germanys HightechLand in den kommenden Jahren werden. Am 16.07.2007 veröffentlichte heise die Meldung zur „Initiative zum Ausbau von Breitband-Angeboten in Brandenburg„, an deren Ende eine flächendeckende Breitbandversorgung des Bundeslandes angerstrebt wird. Gelingt dies den Partnern tatsächlich, so wäre Brandenburg das erste und dann sicherlich auch einzigste Bundesland, welches über ein flächendeckendes Breitbandangebot verfügt. Damit wäre ein wirklicher Anreiz für Wirtschaft und Bürger geschaffen, in diesem Bundesland zu bleiben und zu investieren, statt es zu verlassen.
Obwohl reichlich „weisse Flecken der Versorgung“ im Lande vorhanden sind, gibt es jedoch durchaus Alternativen für einen Breitbandzugang in die Welt-Weite-Web-Welt. Zahlreiche kleine lokale Anbieter (vor allem in den von der Telekom bisher nicht versorgten Gebieten) und die bekannten und noch zahlreicher vorhandenen Konkurenten des Bonner Rosa-Riesen (ausschliesslich in den von der Telekom versorgten Gebieten) buhlen um die Gunst zahlender Kundschaft. Hierbei versucht sich nun der Ex-staatsmonopolist höchstselbst auch im „Beleben des Marktes“, indem er sich offiziell am 17.07.2007 mit seiner TochterMarke congstar ein Geiz-ist-und-macht-Geil Angebot geschaffen, welches vorrangig auf private Kundschaft zielt. Gerade für dieses Klientel interessant dürfte die Tatsache sein, das ebenso wie bei der blonden hanseatischen Schönheit Alice (also die mit dem italienischen Kapital), der nutzende Kunde keine Mindestvertragsbindezeit mit dem Anbieter eingeht, nebenher noch etwas spart und dennoch akzeptabel geschwind im WWW umhersurfen kann.
Anders in den Gebieten jedoch, auf die die oben genannte Initiative eigentlich abzielt und die bisher nicht in der Gunst des auf Börsenwohlwollen orientierten margentafarbenen T standen. Im ostbrandenburgischen Eisenhüttenstadt sind es derzeit vorallem zwei Unternehmen, die der Breitbandnichtversorgung via Kabel Paroli bieten: das mittelständische brandenburgische Unternehmen CNS und der angelsächsische Mobilfunkanbieter Vodafone mit seinem Reseller moobicent. Für wen aber lohnen sich die Angebote jenseits von t-Com, congstar, Alice und 1und1-DSL?
Neben der Vertragsbindung von 2 Jahren, haben die vorhandenen beiden Alternativ-Angebote einen Nachteil,den vor allem Gamer und sonstigen Freaks des online-daddeln-und-zockens das Vergnügen versauern dürfte: die nicht stabil guten Ping-Zeiten. Was dem Normalsurfer egal ist, kann dem Vorgenannten und jenem, der zeitkritische Webanwendungen im Unternehmen nutzt, schon hin und wieder nahe der Verzweifelung treiben. Funkverbindungen sind nun einmmal sehr abhängig von Wetter, Umfeldbebauung und geologisch-geografischen Gegebenheiten. Ebenso ist eine 100% Verfügbarkeit (genauso wie beim Kabelgebundenen DSL) nicht gegeben.
Derzeit wagt sich aber auch ein anderer Anbieter auf das Territorium des DSL-unerschlossenen Eisenhüttenstädter Ostens: Der Kabelnetzanbieter Primacom. In grossen Anzeigen und Plakaten macht er in Mieterzeitungen der Wohnungsgesellschaften und in den derzeit von Umbaumassnahmen betroffenen Wohnquartieren darauf aufmerksam: Bald ist es soweit! Hält man den selbst gesteckten Fahrplan ein, so wird es auch wahr: Spätsommer2007 – DSL-Weihnachtszeit im Eisenhüttenstädter Osten — und das börsennotierte magentafarbene T , wird hier im Quartier der Generation 50++ Dank eines verschlafenen Investments weitere Kunden in den Sparten Festnetz und Internet verlieren.
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